Tanz aus dem Trauma

„Und es kam der Tag, da das Risiko, in der Knospe zu verharren, schmerzlicher wurde als das Risiko, aufzublühen“. Anais Nin

 

Jede/r von uns hat schmerzhafte Erfahrungen gemacht. Stressreiche oder traumatische Erinnerungen blockieren den natürlichen Fluss des Lebens. Mit Hilfe des bewussten Tanzes bringen wir die Geschichten, die aus unserem Inneren kommen - Körpererinnerungen - wieder ins Bewusstsein und in den Tanz.

Mit IBT - der Integrativen Bewegten Traumatherapie, werden Veränderungen angeregt und sicher begleitet. Dies führt zu einer neuen Leichtigkeit, die sich immer dann zeigt, wenn wir unserem wahren Wesen begegnen. Methoden: IBT, 5Rhythmen, 5Rhythms Movement Therapy, Stabilisierung und Einzelarbeit in der Gruppe.

 

Bei Tanz aus dem Trauma haben Lebensfreude und Humor ebenso Raum wie der Schmerz über alte Wunden. Den Schmerz im therapeutischen Prozess wie einen Schatz zu heben und im Tanz zu transformieren setzt Kraft und gebundene Energie frei. Leichtigkeit und tiefe therapeutische Arbeit ergänzen sich. Tanz aus dem Trauma ist die praktische Umsetzung der Methode IBT, der Integrativen Bewegten Traumatherapie.

 

Romana Tripolt hat IBT als therapeutisches Instrumentarium entwickelt, das die Wirkfaktoren der neuesten traumatherapeutischen Methoden mit der lebendigen Kraft des bewussten Tanzes verbindet. Die Medizin der 5Rhythmen vereint sich mit der Kraft der innovativen Traumatherapie. Dieses Angebot richtet sich an alle Menschen, die sich trauen in Bewegung zu kommen und die ihre neue Lebendigkeit entdecken wollen. Keine Voraussetzungen, ausser einem telefonischen Erstgespräch! 

  • Im Buch: Romana Tripolt, "Bewegung als Ressource in der Traumabehandlung, Praxishandbuch IBT - Integrative Bewegte Traumatherapie", Klett - Cotta, Reihe Leben Lernen 287, ISBN 978-3-608-89180-5 wird die Methode leicht verständlich erklärt! 

Ziel: Befreiung von Belastungen, die aufgrund vergangener seelischer Verletzungen das gegenwärtige Leben erschweren.

Belastungen können sich auf verschiedenste Weise zeigen: 

  • Als blockierende oder negative Gedanken und Haltungen sich selbst, anderen Menschen und der Welt gegenüber wie zB: „Immer passiert mir so etwas“, „Ich bin immer schuld“, „Immer werde ich schlecht behandelt“, „Ich darf mich nicht freuen, sonst passiert gleich was schlimmes.“, „Was denkt sich der/die wohl über mich, sicher nichts Gutes.“ „Die Welt ist voller Gefahren“ u.ä.m.
  • Als Stimmungsschwankungen, Gefühlsausbrüche oder Reizbarkeit gefolgt von Phasen der Traurigkeit oder Mut- und Hoffnungslosigkeit. Oder wenn man manchmal „gar nichts“ fühlt und das Gefühl hat neben sich zu stehen und nur mehr zu funktionieren.
  • Als körperliche Symptome, chronische Schmerzen oder Verspannungen, häufiges Kopfweh, Übelkeit, Schwindel ohne medizinischen Befund.
  • Beziehungskonflikte oder häufige berufliche Schwierigkeiten, ein Mangel an Antrieb oder unerfüllte Wünsche sind auch ein Zeichen dafür, dass der Ballast alter Erfahrungen das Leben erschwert.

Häufig gestellte Fragen: 

 

Wie weiss ich ob ich ein Trauma habe? Muss ich ein Trauma haben um von „Tanz aus dem Trauma“ zu profitieren? Muss ich mich an die traumatische Erfahrung erinnern können?

 

Trauma heisst im ursprünglichen Sinn Wunde oder Verwundung. Für die Arbeit bei „Tanz aus dem Trauma“ ist es nicht entscheidend wie stark oder im klinischen Sinn traumatisch die Verletzung war. Ausschlaggebend ist die individuell erlebte Belastung und der Wunsch nach Veränderung. 

Es ist nicht notwendig, sich an eine bestimmte traumatische Situation erinnern zu können oder den Zusammenhang mit den heutigen Belastungen herstellen zu können. Das ist bereits Teil der therapeutischen Arbeit. TAT hilft auch bei gelinderen Belastungen oder Problemen und sogar bei Traumata.

 

Muss ich tänzerische Erfahrung mitbringen oder besonders fit sein? Muss ich die 5Rhythmen kennen? Beide Fragen sind klar mit nein zu beantworten. Wir arbeiten bei TAT mit den Bewegungsqualitäten der 5Rhythmen, diese werden im Workshop erklärt und so unterrichtet, dass jede/r sofort einsteigen kann. Es reicht aus, sich gerne unter Anleitung zu Musik zu bewegen.

 

Grundsätzlich kann jeder/ jede bei Tanz aus dem Trauma mitmachen, der oder die stabil genug ist, in einer Gruppe eigenverantwortlich therapeutische Prozesse zu machen oder ZeugIn davon zu sein.


Tanz aus dem Trauma 2023 in Reichenau

Freitag, 3.2., 10h - Sonntag, 5.2.2023, 17h

 

Veranstaltungsort: 

Gasthof Flackl, Hinterleiten 12, 2651 Reichenau 

 

Beitrag: € 450.- Sozialpreis auf Anfrage: € 340.-

 

Anmeldung 


Tanz aus dem Trauma Jahresgruppe 2022 Reichenau

Der Einstieg bei Teil 2 der Jahresgruppe ist noch möglich.

 

Die Jahresgruppe besteht aus 5 Wochenenden jeweils Freitag 10h - Sonntag 17h!

 

Freitag 18.3. - Sonntag 20.3.2022

Teil 1 - Was nährt mich?

Die positive mütterliche Energie in uns selbst zu entdecken, zum Leben zu erwecken und zu pflegen, sind Hauptthemen an diesem Wochenende. Wir üben dies im Tanz, im Austausch mit anderen, in der Gruppe. Individuell erforschen wir die eigenen verletzen, jüngeren Anteilen (inneren Kindern), um ihnen ein neues, geborgenes zu Hause zu geben. Daher wenden wir uns im ersten Teil speziell Bindungs- und Frühtraumatisierungen zu, die wir bewegt und tänzerisch be- und verarbeiten. Ab dem 2. Teil, werden wir uns in einer fixen vertrauten Gruppe, weiteren lebensgeschichtlichen Belastungen bzw. Traumatisierungen zuwenden, um sie hinter uns zu lassen. Denn es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu erleben!

 

Freitag 10.6. - Sonntag 12.6.2022

Teil 2 - Was unterstützt mich?

Die positive väterliche Energie steht im Zentrum: Raum nehmen, nach Außen, in die Welt hinaus gehen, klar Ja und Nein sagen können, Grenzen setzen, spielen, etwas riskieren u.ä.m. sind die Themen. Diese und noch viel mehr Fragen, die wir bewegt erforschen werden, sind: Wie bringst du deinen Tanz auf die Erde? Von wem wirst du gesehen? Wer fördert deine Furchtlosigkeit und spaltet die Angst nicht ab? Die Lehre der heilen Vaterenergie, wie pflegst und entwickelst du sie in dir?

 

Freitag 9.9. - Sonntag 11.9.2022

Teil 3 - Was kann ich loslassen?

Die Lebensphase der Pubertät, das Chaos des Nicht-Wissens, das Vertrauen benötigt um gestalterisch und kreativ zu sein, sind die Themen des 3. Wochenendes: Wir nähren die Qualität der Hingabe ans Leben selbst. Wir lernen, dem Körper und dem Leben zu vertrauen, die eigenen Grenzen zu erweitern, die Komfortzone zu verlassen und einen neuen, individuellen Raum im Leben zu erobern, frei, unabhängig und durchlässig. 

 

Freitag 9.12. - Sonntag 11.12.2022

Teil 4 - Wie geht es noch leichter?

Er-wachsen sein. Wir verbinden uns mit unserer Kreativität, der Fähigkeit das Leben in Kunst zu verwandeln. Wir schließen dabei alle jungen und älteren Anteile mit ihren Erfahrungen, geben ihnen ein gutes zu Hause im Körper und in der Welt. Wir übernehmen volle Selbstverantwortung, locken die Freude ins Leben und erlernen die Kunst der Verfeinerung.

 

Freitag 24.2. - Sonntag 26.2.2023

Teil 5 - Wie komme ich zur Ruhe?

Die Zeit der Reife und des Alters. Die Phase, wenn das Alte zu Ende geht und das Neue sich noch nicht zeigt. Präsenz, langer Atem und Geduld sind gefragt. Wir lernen die Qualität einen guten Abschluss zu finden, bewußt Abschied zu nehmen. Die Integration von Erfahrungen, Wertschätzung kultivieren und die Stille als Kraftquelle nutzen, sind die Themen des letzten Wochenendes. 

  

Beitrag für dieverbleibenden 4 Teile:

€ 1550 bei Gesamtbuchung, bei Ratenzahlung 4 x € 400

 

Sozialpreis € 1250, bei Ratenzahlung 4 x € 325

 

Veranstaltungsort: 

Seminarhotel Flackl, 2651 Reichenau a.d.Rax

 

Anmeldung restliche Jahresgruppe 2022/2023


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Bewegung als Ressource in der Traumabehandlung
Artikel von Uli Moschen März 2017 tanz.at
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